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Genf – 8. Oktober 2020 | Neo Advertising gehört zu den dynamischsten Out-of-Home-Anbietern der Schweiz.

Seit Anfang Jahr vermarktet Neo Advertising die analogen Plakatstellen auf öffentlichem Grund in Bern. Die neu gegründete Filiale in Bern beschäftigt mittlerweile 6 Personen. Davon zwei Account Manager, die in dieser kurzen Zeit den Bekanntheitsgrad und die Präsenz vor Ort erfolgreich aufgebaut und gefestigt haben.

Zudem ist Neo Advertising im Frühsommer von Zürich Schlieren nach Goldbach Küsnacht umgezogen. Die Zusammenführung erleichtert den Austausch zwischen den Mitarbeitenden innerhalb der Goldbach Gruppe und verstärkt die Synergieeffekte. Und davon profitieren in erster Linie die Kunden.

Neo Advertising hat neue Positionen geschaffen, um vorhandene Fachkompetenzen zu verstärken. So übernimmt Alexandra Kronshagen, bisher Key Account Manager Zürich, neu die Funktion des Customer Business Development Manager. Mit Karim Houti erhält das Key Account Team einen weiteren Zuwachs. Der erfahrene Out-of-Home Fachmann hat am 1. Oktober 2020 als Key Account Manager begonnen. Mit der Verstärkung des Sales-Teams in der Deutschschweiz werden nicht nur Neukunden stärker betreut, sondern können auch die Agenturen intensiver im Bereich digital Out-of-Home beraten und unterstützt werden.

Florian Maas, COO von Neo Advertising, freut sich: «Wir sind stolz darauf, den Wachstumskurs in der Schweiz vorantreiben zu können. Wir haben das Angebot 2021 den Kundenbedürfnissen angepasst; so werden wir viel mehr analoge Einzelstellen anbieten als bisher. In Genf entsteht ein digitales Outdoor-Netz mit insgesamt 19 Screens. Die neuen attraktiven Malls– und POS– Packages können je nach Wunsch lokal, regional oder national gebucht werden. Mit dem verstärkten Sales-Team sind wir näher beim Kunden und können damit reaktiver, flexibler und schneller auf die Kundenwünsche eingehen.»

Zürich – 22. September 2020 | Der Werbemarkt zeigt über alle Gattungen hinweg ein sehr unterschiedliches Bild: Von zu Tode betrübt bis fröhliches Jauchzen ist alles dabei.

Der Klein Report hat die drei grösseren Aussenwerber APG, Clear Channel und Neo Advertising dazu befragt. Den Anfang macht Christian Vaglio-Giors, CEO der Neo Advertising AG, die zur TX Group gehört und in Teilen noch in Kurzarbeit ist.

Laut den neusten Zahlen von Media Focus konnte im Media-Mix die Aussenwerbung im August als einziger Kanal mit einem deutlichen Plus von 26% über Vorjahr zulegen. Der Werbedruck in allen anderen Gattungen sank dagegen: Radio (-6%), TV (-9%), Print (-3%), Kino (-67%) und sogar die Internet-Werbung legte ein Minus von 32% hin. Weshalb ist die Aussenwerbung aus Ihrer Sicht derzeit so beliebt?

Christian Vaglio-Giors: «Dieses bemerkenswerte Resultat ist meiner Ansicht nach durch drei ganz unterschiedliche Faktoren zu erklären. Der erste Faktor ist das langfristige natürliche Wachstum der Aussenwerbung…»

…Erklären Sie das bitte.

Vaglio-Giors: «Historisch mit dem BIP-Wachstum verbunden, hat das Wachstum des OOH-Marktes in den letzten Jahren erheblich zugenommen. Die Hauptgründe für dieses Wachstum liegen in der hohen Werbewirkung des Mediums, eine hohe Akzeptanz bei der breiten Bevölkerung, dem engen Vertrauensverhältnis zwischen Vermarkter und  Werbetreibenden und schlussendlich in der Expansion des Marktes dank dem digitalen Format, während die klassischen Plakate sich nach wie vor sehr gut halten können.»

Und wie sieht das in der aktuellen Aufschwungphase aus?

Vaglio-Giors: «Dass unsere Gattung beliebt ist, liegt auch an der Tatsache, dass Aussenwerbung ein Format ist, das in Zeiten des wirtschaftlichen Aufschwungs begünstigt wird. Es handelt sich um ein schnelles Reichweitenmedium mit vielen Kontaktchancen, welches leicht umzusetzen ist. Und der dritte Faktor steht im Zusammenhang mit der Krise, die wir durchmachen, und ihren Auswirkungen auf den Tourismus. Da die Schweizerinnen und Schweizer vor allem Inlandsaufenthalte favorisiert haben, waren die Sommerkampagnen deutlich erfolgreicher als in den Vorjahren.»

Die Zahlen von Media Focus sind mit Vorsicht zu geniessen, da es sich um «Brutto-Brutto»-Zahlen handelt. Von Interesse wäre, wie sich die Trends bei Neo Advertising spiegeln. Bitte nennen Sie dem Klein Report Nettozahlen für das Total an Werbebuchungen für die einzelnen Monate Februar 2020 bis August 2020, und als Vor-Corona-Vergleich die entsprechenden Zahlen für 2019.

Christian Vaglio-Giors: «Obwohl wir hier von Bruttozahlen sprechen, stellen sie die Trendrichtung dennoch korrekt dar. Wir stellen jedoch erhebliche Unterschiede zwischen den verschiedenen OOH-Kommunikationsräume fest. Während bei den Bahnhöfen und Flughäfen der Rückgang im zweistelligen Bereich sehr stark betroffen ist, kann eine grosse Zunahme bei den Strassenflächen als auch Einkaufszentren und POS verzeichnet werden. Dies gilt sowohl für klassische als auch für digitale Werbeflächen. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir an dieser Stelle keine finanziellen Einzelheiten kommunizieren.»

Eher «philosophisch» gefragt: Inwiefern hat der dramatische Corona-Einschnitt, das harte Regime des Lockdowns und die Veränderungen in Verhalten und Mentalität auch die Aussenwerbung verändert?

Vaglio-Giors: «Wir denken nicht, dass sich wegen Corona die Mediennutzung von Aussenwerbung verändert hat. Allerdings hat diese Krise viele soziale Fragen aufgeworfen, die sich langfristig auf den Medienmarkt im Allgemeinen auswirken werden…»

Wie meinen Sie das?

Vaglio-Giors: «Die jetzige Zeit mit all den sozialen Veränderungen wirkt sich positiv auf die Aussenwerbung aus. Für unseren Teil nutzen wir die Zeit, um unser Image dahingehend zu schärfen, dass wir unsere Werte und Gedanken zu Nachhaltigkeits- und Geschlechterthemen überdenken und laufend anpassen.»

Wie nehmen Sie den Aussenwerbemarkt derzeit wahr? Stand Mitte September…

Vaglio-Giors: «Zu prognostizieren und zu planen ist im Moment sehr schwierig. Es herrscht eine grosse Unsicherheit bei unseren Kunden. Wir tun alles, um unsere Agilität und Reaktionsfähigkeit zu verbessern. Unsere Kunden wissen, dass sie sich auf uns verlassen können und dass unsere Prozesse es uns erlauben, eine Plakat-Kampagne sehr schnell umzusetzen. Wenn wir im 4. Quartal 2020 die gleichen Zahlen wie im 4. Quartal 2019 erreichen, dann haben wir gute Arbeit geleistet.»

Zum Ausblick: Welche Entwicklungen erwarten Sie auf dem Werbe- und speziell auf
 dem Aussenwerbemarkt bis in einem Jahr?

Christian Vaglio-Giors: «Wenn das Vertrauen zurückgekehrt ist, dann wird 2021 ein gutes Jahr für alle Mediengattungen sein. Wenn die Unsicherheit anhält, sollte die Aussenwerbung, wie im Sommer 2020 im Vergleich zu den anderen Medien, überperformen.»

Gamned und Neo Advertising haben im Dezember 2019 die erste DooH-Programmatic-Kampagne der Schweiz realisiert. Dank eines hohen Automatisierungsgrads versprechen die Unternehmen eine hohe Effizienz. Der Kunde Visilab hat gute Erfahrungen gemacht, bleibt aber vorsichtig.

Im Dezember 2019 ist die erste Digital-out-of-Home(DooH)-Programmatic-Kampagne der Schweiz über mehr als 100 Screens geflimmert. Wie die Agentur Gamned mitteilt, realisierte sie den Auftrag zusammen mit dem Out-of-Home(OoH-)Werbeunternehmen Neo Advertising für das Optikergeschäft Visilab.

Programmatischer Verkauf für mehr Effizienz

„Eine DooH-Programmatic-Kampagne zeichnet sich dadurch aus, dass sie programmatisch verkauft wird“, erklärt Pierre Berendes, Managing Director Schweiz bei Gamned. „Die Werbeschaltungen werden durch den Einsatz einer Computersoftware automatisiert. Es handelt sich um ein neues Verkaufsmodell, das für Display-, Social- und Videokampagnen bereits als Standard gilt.“

Der Vorteil sei, dass der Werbetreibende oder seine Agentur nicht mehr mit jedem Netzwerk getrennt Kontakt aufnehmen muss, um die Bedingungen der Kampagne auszuhandeln. „Die Automatisierung macht viele Schritte überflüssig und ist wesentlich effizienter, da man von einer einzigen Plattform aus auf alle Screens zugreifen kann. Ausserdem können Kampagnen dank externer Dateneinspeisung und -ansteuerung an spezifische Bedingungen wie Wetter, Zeit, spezielle Ereignisse oder andere Begebenheiten angepasst werden.“

Soziodemografische und kontextbezogene Kriterien definieren Screens

Auch Florian Maas, COO von Neo Advertising, betont die Einfachheit des programmatischen Einkaufs: „DooH-Kampagnen können mit erweiterten Targeting-Möglichkeiten – darunter soziodemografische und kontextbezogene Kriterien sowie die Wahl des genauen Zeitpunkts der Ausstrahlung – sehr einfach und transparent geplant, eingekauft und laufend optimiert werden. Dieser ganze Prozess ist natürlich automatisiert.“

Der Kunde definiere seine DooH-Kampagne nach den erwähnten Kriterien selbst, worauf die „Demand Side Platform“ die Screens anhand der Vorgaben und der Verfügbarkeit auswähle. Danach reiche der Kunde sein Bildmaterial über die Plattform ein, Neo Advertising prüfe das Bildmaterial und dann könne die Kampagne starten.

DooH als Bindeglied zwischen Online- und Store-Kanälen

Für den Kunden Visilab war die DooH-Kampagne ein Teil der Anstrengungen, eine nahtlose Omnichannel-Erfahrung für den Kunden zu schaffen. „Obwohl wir online und in den Stores sehr präsent sind, ahnten wir, dass Verbesserungspotenzial bestand bei der Verlinkung dieser beiden Kanäle“, wie Jean-Baptiste Gerberon, Omnichannel Program Manager von Visilab, erklärt. „Wir identifizierten DooH als interessantes Werkzeug, um diesen Link zu erzeugen.“

Vom 17. Dezember 2019 bis am 5. Januar 2020 schaltete Visilab seine Kampagne in 11 Kantonen. „Es ist noch etwas früh, um das Potenzial dieses Kanals zu beurteilen. Bisher haben wir mit unserer Kampagne zusätzliche 8 Millionen Menschen erreicht“, erklärt Gerberon. Der nächste Schritt für Visilab sei, mehr DooH-spezifischen Inhalt zu produzieren.

Das Ziel sei, mehr Synergien zu erzeugen, indem die Inhalte der DooH-Kampagne mit dem der anderen Kanäle koordiniert werden. „Aber wir dürfen nicht vergessen, dass dieses Tool, so grossartig es auch ist, mit qualitativ hochwertigem Material wie Top-Service, zuverlässigen Produkten oder attraktiven Angeboten bespielt werden muss, um erfolgreich zu sein“, schliesst Gerberon.

Quelle: Netwoche, Kevin Fischer